30 Jahre Spielmannszug Cottbuser Musikspatzen e.V.
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Im Verein haben alle füreinander Verantwortung

Das Geld für die 40 neuen Uniformen haben sich die Cottbuser Musikspatzen selbst verdient. Immerhin hat der Spielmannszug, den es seit 1982 gibt, zwischen 40 und 50 Auftritte im Jahr. Bei Stadtfesten, auf Weihnachtsmärkten und sogar in Kirchen lassen sie mit Flöten, Trommeln, Becken und Lyra ihre Musik erklingen.

„Ein besonderes Erlebnis war unser Auftritt bei den Deutschen Tourenmeisterschaften auf dem Eurospeedway“, erinnert sich Dagmar Vogt, die „Spatzenmutter“. Sie ist von Anfang an dabei und hat sich stark engagiert, dass der ehemalige städtische Spielmannszug auch nach 1989 erhalten blieb. Einmal in der Woche sind abwechselnd Übungsstunden in Gruppen beziehungsweise Proben von mehreren Gruppen zusammen. Etwa 30 Titel können die älteren Vereinsmitglieder auswendig. Das Vereinspräsidium berät, was ins Repertoire aufgenommen wird, neue Titel werden von dem Komponisten Hans Hütten geschrieben, groß ist auch der Fundus in Bibliotheken. „Man kann nahezu jedes Stück spielen“, erklärt Dagmar Vogt. Wichtig sei jedoch, dass die Musik zum Anlass passe. Aufgeregt habe sie sich deshalb, als sie aus ihrem Heimatort Neuendorf hörte, dass die Musikspatzen die „Internationale“ gespielt haben sollen zum Aufwecken der vom Sportfest geschafften Mitbewohner. „Die haben wir gar nicht im Repertoire, das würde auch gar nicht passen.“ Was die Musikspatzen spielen können, stellen sie auf ihrer Internetseite vor. 60 aktive Mitglieder zählt der Verein. Hinzu kommen 40 Fördermitglieder, oft ehemalige Musiker oder Angehörige der Musikspatzen. Für den Zusammenhalt sorgen nicht nur die Proben und Auftritte, sondern auch die jährlichen Trainingslager, die seit 15 Jahren in Sebnitz stattfinden. „Im Verein haben alle füreinander Verantwortung“, beschreibt Dagmar Vogt das Klima. Die Älteren kümmern sich um die Jüngeren, die jüngeren scheuen sich nicht, mit den Älteren ihre Sorgen zu teilen. Dieser Zusammenhalt sei es auch, dem die Musikspatzen ihre Existenz bis heute verdanken. Fördermittel oder Sponsoren-Gelder hat der Verein nicht zur Verfügung, dafür aber kann er auf viele uneigennützige Helfer bauen.

Von Elke Möbus

Artikel aus der LAUSITZER RUNDSCHAU vom 12.07.2003

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